Gedenk- und Solidaritätswoche für die Verstorbenen der COVID-19 Pandemie

 

Gedenk- und Solidaritätswoche  für die Verstorbenen der COVID-19-Pandemie und ihre Angehörigen – eine Aktion der Düsseldorfer Dominikaner an St. Andreas

Im Monat November gedenken wir traditionell unserer Verstorbenen. In diesem Jahr möchten wir besonders an die vielen Opfer der COVID-19-Pandemie erinnern und uns solidarisch zeigen mit ihren Verwandten und Angehörigen, also mit allen, die in der Pandemie einen Menschen verloren haben.

Als internationale Ordensgemeinschaft beklagen auch wir Dominikaner den Tod von Schwestern und Brüdern, die an COVID-19 verstorben sind. Auch ihnen gilt unser Gedenken.

Zudem möchten wir daran erinnern, dass die Erkrankung zwar nicht immer tödlich verläuft, dass sie aber unterschiedliche bleibende Schäden hinterlassen kann, mit denen die Opfer ihr Leben lang leben müssen.

Wir laden Sie ein, sich an unserer Aktion zu beteiligen. Mit dem Tragen einer schwarzen Gedenk- und Solidaritätsschleife setzen Sie ein sichtbares Zeichen: Ein Zeichen dafür, dass die Toten nicht vergessen sind und wir uns mit ihren Angehörigen und Verwandten solidarisch erklären!

Foto: Morschheuser / Kirchenzeitung

Solidaritätsschleifen

Die schwarzen Gedenk- und Solidaritätsschleifen liegen in unserer Klosterkirche St. Andreas in der Düsseldorfer Altstadt zur kostenlosen Mitnahme aus. Sie können auch hier bestellt werden:

Dominikanerkloster/Klosterpforte . Andreasstraße 27 . 40213 Düsseldorf 

Telefon 02 11. 1 36 34 – 0 (Di – Sa 15 – 17.30 Uhr) 

dominikaner@gmx.de

Zudem werden wir vom 27. Oktober bis zum 5. November täglich in unseren Gottesdiensten der Opfer der Pandemie gedenken und für ihre Angehörigen beten.  

Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie

Jesus, 
unser Gott und Heiland, 
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt  
kommen wir zu Dir und bitten Dich:

für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind;
für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben;
für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern;
für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und international, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen;
für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen;
für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen;
für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden;
für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert
Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, 
hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen. 
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander. Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen. 
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben. 

Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, 
um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, 
so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind. 

In dieser Zeit werden uns Verzichte auferlegt, 
die wir uns nicht freiwillig ausgesucht haben und 
die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen. 

Gott, unser Herr, wir bitten Dich:  
Hilf uns, unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern, 
indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen 
und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel.  
Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

***  

Verfasser: Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bistum Trier

https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Gebetsimpulse-Was-kann-ich-in-der-Corona-Krise-beten/

(verfasst für die Fastenzeit; Änderungen zum allgemeinen Gebrauch: Thomas Möller OP)

Gebet: Gib uns Halt!

Gib uns Halt!

Aus Anlass der Corona-Pandemie im Jahr 2020

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Nichts ist mehr, wie es war.

So vieles, was für uns ganz selbstverständlich war, ist auf einmal in Frage gestellt.

Geld, Erfolg, Ansehen – was ist das alles noch wert,

wenn wir uns um unsere Gesundheit sorgen,

wenn wir Angst um unser Leben haben müssen?

Vorsichtig sind wir geworden.

Und demütig.

Und achtsam.

Die gegenseitige Rücksichtnahme hat den Eigensinn in die Schranken gewiesen.

Das Habenwollen ist dem Geben gewichen.

Gemeinsam nach Wegen zu suchen, die aus der Not herausführen,

zählt mehr als das Streben, sich selbst wichtig zu machen.

Wir spüren, was es bedeutet, nicht allein zu sein,

jemanden zu haben, der uns nahe ist – und sei’s nur in Gedanken.

Und in Gebeten.

So bitten wir dich, Gott,

gib uns Halt in diesen haltlosen Zeiten.

Lass uns mutig nach vorn schauen,

zuversichtlich den Tag erwarten,

der der Nacht folgt,

dem Licht entgegensehen,

das die Dunkelheit verdrängt

und dann,

wenn es wieder hell geworden ist

– in uns und um uns herum –

das Unsere dafür tun,

dass das Gute,

das wir in diesen Tagen säen und pflanzen,

Früchte tragen

und bleiben möge.

Unter uns.

Allen zum Segen.

***

Verfasser: Eckhard Hermann