„Hier können alle mitbeten“

Kirchenzeitung vom 13.05.2011


 

„Hier können alle mitbeten“

Dominikaner: Neuer Supprior - ein „Geburtstagskind“ - „Vater unser“ international

ALTSTADT Viele gute Nachrichten aus dem Düsseldorfer Dominikanerkloster: Pater Prior Manuel Merten OP, der Hausobere der Düsseldorfer Dominikaner, hat Pater Elias H. Füllenbach OP zu seinem Supprior, also zum stellvertretenden Hausoberen, bestellt. Pater Elias stammt aus Düsseldorf und ist mit 34 Jahren das jüngste von zehn Mitgliedern des Klosters an der Andreaskirche. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Bonn und unter anderem Mitglied im Vorstand der Düsseldorfer Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Die Neubesetzung des Postens in der Klosterleitung war notwendig geworden, weil der bisherige Supprior Pater Johannes H. Zabel OP als Studentenseelsorger nach Vechta versetzt worden war.

 

Einen hohen Geburtstag feierte Pater Paulus Engelhardt OP: Er wurde 90 Jahre alt. 1921 in Berlin geboren, gehört er seit 1940 dem Orden der Predigerbrüder an. Der Doktor der Philosophie und Ehrenprofessor der staatlichen Fachhochschule Münster war über Jahrzehnte Hauptverantwortlicher für die „Deutsche Thomas-Ausgabe“, die wissenschaftlich-kritische deutsch-lateinische Edition der Werke des Thomas von Aquin, und die Dominikanerzeitschrift „Wort und Antwort“. Pater Paulus ist Mitbegründer der Initiative für den Frieden. Seit 1998 gehört er dem Düsseldorfer Konvent an. Nach wie vor ist der Seelsorger in der Offenen Kirche der Dominikaner aktiv. In St. Andreas übernimmt er regelmäßig den Gesprächs- und Beichtdienst und feiert Gottesdienst.

 

Einen besonderen Beitrag zum Eurovision Song Contest (ESC) in Düsseldorf haben die Dominikaner geleistet. Sie erstellten ein Heft mit dem „Vater unser“ in allen ESC-Sprachen von Englisch bis Georgisch. Außerdem noch in insgesamt 71 weiteren Sprachen, darunter auch Chinesisch, Zulu und das südamerikanische Quetchua. „So können wirklich alle mitbeten“, freut sich Pater Wolfgang Sieffert OP.

RM