„Taxi to Heaven“ - Buch von P. ManfredRP vom 21.9.2010 |

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Der Pater und die TaxifahrerDer Dominikaner Martin Entrich ist beruflich viel unterwegs und kommt oft mit Chauffeuren ins Gespräch über Gott und die Welt. Die interessantesten Begegnungen hat er in einem Buch beschrieben. Von Michael Brockerhoff und Jürgen Schön Noch ist Dominikanerpater Manfred Entrich unterwegs, aber er will bald im Düsseldorfer Konvent des Ordens heimisch werden. Ab Anfang Oktober wird er im Kloster öfter anzutreffen sein, wird er die Koordination des Dominikanischen Bildungswerk übernehmen. Zum Auftakt stellt er gleich ein eigenes Buch vor, das durch seine langjährige Tätigkeit bei der Deutschen Bischofskonferenz entstanden ist. Da hieß es: viel reisen - nach Lateinamerika, zum Jugendtag nach Sydney, in die USA und natürlich innerhalb von Deutschland. Da braucht er oft ein Taxi - und die Taxifahrer sind seine „Lehrer“, wie er sie voller Anerkennung nennt und dabei eine Lanze für ausländische Taxifahrer bricht: „Gerade bei ihnen spüre ich oft viel menschliche Wärme.“ Mit den Geschichten von Taxifahrern betrat er Neuland. Zwar hat er als Wissenschaftler schon einige Bücher zum Thema Pastoralhomiletik geschrieben, also über die Lehre von Verkündigung und Seelsorge. Darin geht es ihm um „intellektuelle Redlichkeit“, erklärt er, weniger um seine eigenen Gefühle. Die aber stehen in seinem „belletristischen“ Werk im Mittelpunkt, das eher aus Zufall entstand. Als er an einem Abend mit Bekannten über Glaubensfragen diskutierte, flocht er eine seiner Begegnungen mit einem Taxifahrer ein. Am Tisch saß auch ein Lektor. „Der schob mir einen Zettel zu, auf dem stand: Dein nächstes Buch heißt ,Taxi to Heaven’“, erzählt Entrich. Mit NutzanwendungSo geschah es dann. Als „Tagesgeschichten mit Nutzanwendung“ beschreibt der Seelsorger die nur wenige Seiten langen Erzählungen. „Ich erzähle immer nur Geschichten, an denen ich beteiligt war, bei denen ich selbst etwas gelernt habe, die etwas in mir bewegt haben.“ Damit er es nicht vergisst, schreibt er Tagebuch.Es sind nicht nur Geschichten von Taxifahrern, sondern auch von Begegnungen im Zug oder im Flugzeug. Er erzählt sie mit einfachen, aber mitreißenden Worten, sie enden mit besinnlichen Überlegungen. Unterwegs sein, reisen - das ist für Entrich der Zustand des Lebens. Und wenn er von den Erkenntnissen erzählt, die er auf seinen Reisen gewinnt, dann ist das auch immer ein Symbol für das Leben. Wie viel Gepäck ist nötig, was ist in Wirklichkeit überflüssig? Wie plant man Weg und Ziel? Und nicht immer ist der kürzeste Weg der schnellste, bisweilen hilft auch ein Umweg. Der Seelsorger, der als Fernmeldeelektriker auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur machte, findet: „In den zufälligen Begegnungen, die sich beim Reisen ergeben, ist der Mensch nicht so verschlossen wie sonst. Man kann sich öffnen, denn man wird sich nie wieder treffen.“ Die Taxifahrer erkennen den Geistlichen überall auf der Welt am typischen Priesterkragen, und viele wollen dann mit ihm über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens reden. Da spielen auch Sprachbarrieren kaum eine Rolle. Entrich: „„Manchmal hilft eine einfache Sprache. Es fällt dann schwerer, der Wahrheit auszuweichen.“ Bildzeile: Pater Manfred Entrich zwischen Taxis am Düsseldorfer Flughafen, von dem er gerade abreisen muss. Seine Erlebnisse und Gespräche mit Taxifahrern hat der Dominikaner in einem Buch zusammengefasst. FOTO: DPA INFO Das Buch Manfred Entrich Taxi to Heaven: Man kann ja über alles reden.
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