150 Jahre Dominikaner in Düsseldorf

RP vom 16.08.2010


 

 

150 Jahre Dominikaner in Düsseldorf

(jeni) 150 Jahre Dominikaner in Düsseldorf - dieses Jubiläum ist der Ordensgemeinschaft ein großes Fest wert. Am 18. Januar 1860 ließen sich die ersten Dominikaner-Mönche an der Friedrichstraße nieder - sie waren auf der Suche nach neuen Wirkungsstätten, nachdem während der Säkularisation alle Klöster aufgehoben und die Ordensbrüder vertrieben worden waren. An der Friedrichstraße errichteten sie zunächst eine kleine Kapelle, die von den Anwohnern zu Gottesdiensten besucht werden konnte.
Die Ordensgemeinschaft war hoch willkommen in der Stadt: „Ich glaube nicht, dass unter den angeseheneren Städten eine Stadt günstigere Bedingungen für eine Gründung der Söhne des heiligen Dominikus zu bieten hat als Düsseldorf“, schrieb Bischof Laurent im Jahr 1858. Der Dominikaner Ceslaus von Robiano und Dominikus Lentz folgten der Empfehlung, und die Düsseldorfer nutzten die neue Gelegenheit geistlicher Unterstützung. Sie besuchten die Gottesdienste in der kleinen Kapelle so fleißig, dass diese bald erweitert werden musste, später folgten Bau von Kloster und Kirche an der Herzogstraße, bis zum vorerst letzten Umzug der Dominikaner in die Altstadt. Sie wirken heute vor allem in der Hofkirche St. Andreas, das Kloster steht unter dem Patronat des heiligen Josef.
In der Dominikanerkirche wird am Donnerstag, 26. August, auch die Ausstellung zum Jubiläum eröffnet: „Die Dominikaner in Düsseldorf“, Vernissage um 19 Uhr. Am Donnerstag, 2. September, folgt ein Vortrag des Historikers Ulrich Brzosa, ebenfalls in der Kirche, um 19 Uhr. Am Freitag, 3. September, inszeniert in St. Andreas der Schauspieler Eric Wehrlin das Markus-Evangelium als Solo-Theaterstück. Am Samstag, 4. September, lädt die Ordengemeinschaft zum „Tag der Dominikanischen Familie“. Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen: das Festhochamt mit Kardinal Joachim Meisner am Sonntag, 5. September, mit den Chören der Andreaskirche und des Görres-Gymnasiums.