Seit 150 Jahren Dominikaner
(epd/gök) Die Dominikaner in der NRW-Landeshauptstadt feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Der 1860 gegründete Düsseldorfer Konvent St. Joseph war die erste dauerhafte Wiederansiedlung der Dominikaner im damaligen deutschen Reich. Zuvor waren im Verlauf der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts alle Dominikanerkonvente in Deutschland durch den Staat aufgehoben worden. Bis zum 20. Mai beleuchtet eine Ausstellung in der Dominikanerkirche St. Andreas die Geschichte des Ordens in Düsseldorf mit Fotografien.
Die eigentliche Festwoche wird nach Angaben des Ordens zwischen dem 2. und 5. September gefeiert, unter anderem auch mit einem Festhochamt, an dem der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner teilnehmen wird. Außerdem wird im Rahmen eines Straßenfestes die Namensverleihung für den Platz zwischen der St. Andreas-Kirche und dem Dominikanerkloster stattfinden. Zuvor wird im August in der Kirche St. Andreas eine Ausstellung die Geschichte der Dominikaner in Düsseldorf beleuchten. Die begann nach Angaben eines Dominikaner-Paters am 25. Oktober 1858. Damals bekam der Dominikaner Bruder Ceslaus Graf von Rabiano einen Brief von seiner Schwester Antonia, in dem
sie schrieb: „Der Herr Bischof Laurent rät euch sehr positiv, an eine Niederlassung in dem an geistlich-sittlichen Elend sehr reichen, an geistlicher Hilfe aber sehr armen Düsseldorf zu denken.
Ansprechpartner in der Altstadt
Seit 1973 wirken die Dominikaner im Herzen der Düsseldorfer Altstadt. Sie sind im Stadtbild eine bekannte Erscheinung, weil sie sich auch in die Stadtpolitik einmischen. Pater Wolfgang ist unter anderem in der Armenküche
aktiv und setzte sich zuletzt zusammen mit einigen Brüdern für ein Sozialticket in Düsseldorf ein. Die Dominikaner sind auch Ansprechpartner für die Altstadt-Streetworker und die Anwohner: Seit 1991 gibt es das City-Pastoral-Projekt „Offene Kirche der Dominikaner“ mit Möglichkeiten des persönlichen Gesprächs mit einem der elf Brüder, die derzeit zum Konvent gehören.
Im kurfürstlichen Mausoleum der Kirche St. Andreas hat der langjährige Kurfürst Jan Wellem seine letzte Ruhestätte.
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