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Aus: RP vom 25.02.2010
Von Michael Brockerhoff
Kirchen sind mehr als ein Ort für Gottesdienste. Sie bieten auch Raum für Musik, für Kunst oder haben versteckte Ecken, in die der Besucher normalerweise nicht schaut. Von diesen eher unbekannten Seiten zeigen sich die Gotteshäuser bei der Nacht der Offenen Kirchen am Samstag von 19.30 Uhr bis Mitternacht. Drei evangelische und fünf katholische Kirchen bieten ein besonderes Programm, „das den Schwerpunkt auf Musik, Meditation und Nachdenken legt“, erläutert Dominikanerpater Antonin von der Andreaskirche. Ein Grund für diese Gestaltung: „Die Nacht der Offenen Kirchen liegt diesmal in der Fasten- und Passionszeit“, erläutert Barbara Steinheuer vom Team der Johanneskirche. Die Angebote sollen daher helfen, den Blick auf das Wesentliche, auf den Kern der Dinge, zu werfen.
Als Hilfe dafür bietet die Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, drei Kurzmeditationen und musikalische Impulse sowie eine Video-Arbeit über „Haare“.
In der Kreuzherrenkirche an der Ratinger Straße werden bereits Innenräume gebaut, die einen Tunnelblick verändern und somit Anregungen zur inneren Wandlung geben können.
Unterschiedliche Facetten der klassischen Kirchenmusik sind an mehreren Orten zu hören. In der Neanderkirche, Bolker Straße, werden Rezitative mit Gitarrenbegleitung, Psalmen und Abendlieder aufgeführt. Gregorianische Gesänge führt eine Choralschola in der Maxkirche, Schulstraße, auf. Vorher (19.30Uhr) kommen Entdecker auf ihre Kosten: Kantor Markus Belmann lädt ein zu einer Orgelführung. Im Klosterhof des benachbarten Maxhauses ist Musik Begleitung für einen sakralen Tanz, wird meditative Musik durch kurze Texte ergänzt. Zudem werden Führungen durch das Maxhaus, dem ehemaligen Franziskanerkloster, geboten.
Schwerpunkt in der Lambertus-Basilika, Altestadt, ist Musik für Orgel. Zudem öffnet aber ein verborgener Raum: Die Schatzkammer mit vielen Kostbarkeiten ist zu besichtigen.
Die Dominikaner geben in der Andreaskirche, Andreasstraße, Ausblicke auf die Heilsgeschichte, und zwar mit Liedern aus Schemellis Gesangbuch, mit Bildern und mit Lesungen aus Dichtung und Prosa.
Ein Kontrast zur klassischen Kirchenmusik bietet die Bergerkirche, Bergerstraße. Durchgehend sind Kompositionen für Synthesizer an der gerade montierten Anlage zu hören. In den Pausen halten Pfarrer kurze religiöse Ansprachen.
Das detaillierte Programm liegt in Kirchen aus. http://www.nachtderkirchen.de
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