Verleihung der „Pastor Jääsch-Plakette“ an Pater Wolfgang


 

RP vom 11.8.2008

Preis für Bruder Wolfgang

(wber) Als die Stadt nach dem Krieg in Trümmern lag, versammelten sich im Juli 1948 Frauen und Männer, die eins gemeinsam hatten: Optimismus in die Zukunft und Liebe zur Vaterstadt. Sie gründeten die Altstädter Bürger-Gesellschaft. Gestern feierte der Heimatverein im „Uerige“ sein 60-jähriges Bestehen. Baas Helmut Wilde begrüßte mit Edmund Spohr, Heinrich Spohr, Dieter Ziob und Charly Meyer die Vertreter anderer Heimatvereine und erzählte von den Anfängen: „Die Mitglieder kannten sich gut, weil sie gemeinsam im Kirchenchor gesungen hatten. Man nannte uns sogar die Don Kosaken vom Rhein“. Die Ziele des Vereins, in dem Frauen von Anfang an gleichberechtigt waren, sind bis heute dieselben: Pflege der Mundart, Untersuchungen zur Stadtgeschichte und vor allem, so Wilde „enge Freundschaft untereinander. Denn das ist ein Stück Lebensqualität.“ Im Mittelpunkt stand die Verleihung der „Pastor Jääsch-Plakette“, mit der in unregelmäßigen Abständen Düsseldorfer Persönlichkeiten ausgezeichnet werden. Pastor Jääsch, der eigentlich Friedrich-Eduard Gerst hieß und Mitte des 19. Jahrhunderts Gefängnis-Pfarrer war, ging in die Düsseldorfer Geschichte als Original ein, über das es immer noch viele „Verzällches“ gibt. Einer seiner Nachfolger als Anstalts-Geistlicher ist neuer Preisträger: Bruder Wolfgang. Der Dominikaner mit dem Kreuz eines Ringers (er hat als Ringer tatsächlich viele Titel geholt) ist ein Mann, auf den die Kirche stolz sein kann: Gründer der Armenküche, Unterstützer von Wohnungslosen, und sozial stark engagiert. Dafür wurde der gebürtige Oberbilker bereits vergangenes Jahr von den „Düsseldorfer Jonges“ mit der „Jan-Wellem-Plakette“ geehrt. Und in Aachen erhielt die von ihm mitgegründete „Initiative Ordensleute für den Frieden“ 2003 den Aachener Friedenspreis.


 

WZ vom 11.8.2008

Die Altstädter ehren ihren Pater Wolfgang

(Uhö) Anlässlich des 60. Geburtstags der Altstädter Bürger-Gesellschaft ist dem beliebten Dominikaner-Pater Wolfgang Sieffert die Pastor-Jääsch-Plakette für sein soziales Engagement verliehen worden. Bruder Wolfgang, Initiator der Armenküche in der Altstadt (täglich 120 Mittagessen für Obdachlose), ist als Gefängnisseelsorger in der Ulmer Höh in die Fußstapfen des legendären Düsseldorfer Pastor Jääsch getreten, an den Dieter Ziob von den Düsseldorfer Jonges erinnerte. Jääsch kümmerte sich schon vor über 150 Jahren mit Herz und Mutterwitz um die schwarzen Schafe der Gemeinde, die damals noch im Gefängnis an der Schulstraße unter teils elenden Bedingungen untergebracht waren. Ebenso unermüdlich im Einsatz gegen Armut und Elend, das es auch im reichen Düsseldorf gibt, ist sein umtriebiger Nachfolger Bruder Wolfgang. Sich dabei gegen allerlei Widerstände durchzusetzen, hat der schlagfertige Pater früh gelernt. Der gebürtige Oberbilker hat sieben Geschwister und ist aktiver Ringer. Die Auszeichnung überreichte Baas Helmut Wilde im Uerige.
Foto: Schaller ( Pater Wolfgang (M.) mit Helmut Wilde (re.) und Harry Sebetzky

Glückwunsch, Pater Wolfgang! Helmut Wilde und Harry Sebetzky von der Altstädter Bürger-Gesellschaft überreichten dem Dominikanerpater gestern im Uerige die Pastor Jääsch Plakette. Jährlich vergibt der Heimatverein, der sein 60. Jubiläum feiert, die Plakette an verdiente Bürger.

 

NRZ vom 11.8.2008

Pastor Jääsch Plakette für Pater Wolfgang

Glückwunsch, Pater Wolfgang! Helmut Wilde und Harry Sebetzky von der Altstädter Bürger-Gesellschaft überreichten dem Dominikanerpater gestern im Uerige die Pastor Jääsch Plakette. Jährlich vergibt der Heimatverein, der sein 60. Jubiläum feiert, die Plakette an verdiente Bürger.