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WZ vom 21.04.2008 |

23 000 wollten zur MuseumsnachtNACHT DER MUSEEN Viele pfiffige Ideen und nur wenig Grund zum Ärgern: Bis in den Morgen dauerte das Kunstvergnügen. Von Helga Meister 23 000 Besucher stürmten trotz des wechselhaften Wetters die 44 Kulturinstitute bei der Nacht der Museen. Bis in den frühen Morgen hinein übten sie sich im Schlange-Stehen, promenierten an der Kunst vorbei, hörten Musik, genossen Pantomime und Tanz oder ließen sich Bilder oder Literatur erklären. Stimmung Sie war bestens. Jeder Gast redete mit jedem, es gab keine Berührungsängste. Das Gros des oft recht jungen Publikums arbeitete systematisch die Höhepunkte ab, wartete brav an den Eingängen und Haltestellen des gut organisierten Shuttle-Busses und machte Schnappschüsse. Mal ein Foto vor Pollock, mal eins vor Rauschenberg: „So einen schönen Abend wollen wir festhalten.“ Jan Wellems Geburtstag Hauptschauplatz für den 350. Geburtstag des Kurfürsten war die Andreaskirche, die einstige Hofkirche. Sechs Dominikaner-Patres waren im Einsatz. Pater Antonin Walter erklärte immer wieder, dass das Große Jüngste Gericht von Peter Paul Rubens über dem Altar nur eine Kopie sei und das Original in der Münchener Alten Pinakothek hänge. „So eine Gemeinheit, dass die Bayern es nun haben“, ärgerte sich eine Düsseldorferin. Eine junge Frau aber erzählte frank und frei: „Ich kenne die Kirche nur von außen. Dass sich hinter den Mauern so etwas Schönes auftut, hätte ich nicht gedacht.“ |