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RP vom 03.06.2006 |

Andreaskirche: Abstecher lohntDas barocke Gotteshaus will mehr als ein Raum für Messfeiern sein. Ausruhen, Kunst genießen, Gespräche übers Leben führen gehören zum Programm der „Offenen Kirche". Vor 15 Jahren setzten die Dominikaner dieses Konzept in die Wirklichkeit um. VON MICHAEL BROCKERHOFF
Allzu schwer war das Öffnen der Kirche nicht. „Wir hatten gute Grundlagen. Die Predigten der Dominikaner zogen Menschen aus ganz Düsseldorf an, die Kirchenmusik war bekannt, die barocke Architektur staunenswert", erinnert sich Pater Wolfgang. Aber alles war nur auf die Pfarrgemeinde ausgerichtet, die Kirche mitten in der lebendigen Altstadt abgeschottet.
Dabei bekommen die Dominikaner auch viele Anregungen für die Offene Kirche. So wurde beispielsweise die Frühmesse auf den Mittag verlegt - und hat jetzt täglich 50 bis 90 Besucher. Ausstellungen mit Kunstwerken, Konzerte am Sonntag gibt es regelmäßig Zum Valentinstag wurde eine Nacht der Liebenden veranstaltet, im November eine Nacht der Trauer. „Wir wollen an die Lebenssituationen der Menschen anknüpfen", so die Patres. Da sind sie einer Meinung mit Bischof Wanke. Eine Kostprobe der Angebote gibt es in der Jubiläumswoche, die morgen beginnt. |