Fronleichnam (nicht nur) für Kleine
Kölner Kirchenzeitung am 3. Juni 2005

Demonstration für Christus

Kaplan Pater Christoph Wekenborg OP erklärte Kindern die Monstranz

DÜSSELDORF. „Der gute Gott macht gut, was wir nicht gut machen können", so Kaplan Pater Christoph Wekenborg OP beim Kindergottesdienst zu einer Gruppe von Mädchen und Jungen in der vollbesetzten Altstadt-Kirche St. Andreas. „Wir feiern, dass wir Jesus ganz nahe kommen können, und wir sind heute hier, um allen zu zeigen, dass Gott uns nahe ist".

Nicht nur für die Kleinen - denn unter den Gottesdienst-Besuchern in der ehemaligen Hofkirche waren auch viele Erwachsene - war interessant, wie der Dominikaner-Pater Wortherkunft und Bedeutung der prunkvollen Monstranz erklärte: „Ihr kennt doch bestimmt ein Wort, das so ähnlich klingt wie Monstranz: Demonstration. Wir als Christen zeigen bei einer Prozession durch die Straßen unserer Stadt allen Menschen, wofür wir einstehen".

Die mitgetragene Monstranz mit dem Leib Christi bestehe im übertragenen Sinn aus drei Teilen: Einem gläsernen, der das Zeigen der Hostie ermögliche. Einem Griff, der symbolisch dafür stehe, dass Gott an seiner Gemeinde und die Gemeinde an Gott festhalte, und dem ausladenden Fuß, auf dem die Monstranz wie auch die Kirche sicher stehe. Aus allen drei Teilen ergäbe sich die Chance, anderen, der Kirche noch fernen Menschen ein Zeichen zum Mittun zu geben. Folgerichtig bat eine Gruppe von Kindern bei den Fürbitten insbesondere auch für „alle, die nicht an Dich glauben können".

RM
aus: Kirchenzeitung für das EB Köln 3.6.2005

   

Pater Christoph Wekenborg erklärte den Kindern im Gottesdienst die Wortbedeutung der Monstranz. (Foto: RM)