Lichtinstallation
zu 10 Jahre „St. Andreas - Offene Kirche der Dominikaner“

10 Jahre
Citypastoralprojekt „Offene Kirche der Dominikaner“
an St. Andreas Düsseldorf

Lichtprojektion auf die Andreaskirche
von Karin Veldhues und Gottfried Schumacher
25./26./27. Mai 2001

Die Andreaskirche im Herzen der Düsseldorfer Altstadt ist historisch bedeutsam und zugleich architektonisch markant. Als ehemalige Hof- und Jesuitenkirche wie auch aktuell als Zentrum der citypastoralen Aktivitäten der Dominikaner steht das Bauwerk für den engen Kontakt zwischen der (katholischen) Kirche und der Stadt Düsseldorf und ihren Bürgern.

Mit ihrer Lichtprojektion werden Karin Veldhues und Gottfried Schumacher diesen Zusammenhang augenfällig in Erinnerung rufen bzw. neuerlich ins Bewusstsein heben. Dazu werden sie zwei bzw. drei ausgewählte Aspekte des Bauwerks erleuchten. 1. Eine eher still und zurückhaltend daherkommende Projektion wird im Mausoleum der Kirche zu sehen sein. Die Sarkophage der dort beigesetzen Mitglieder des kurfürstlichen Hauses (u.a. Herzog Wolfgang Wilhelm, Erbauer der Kirche; Kurfürst Johann Willhelm, genannt Jan Wellem) konfrontieren die Künstler mit Projektionen organischer Materialien, die in ihren „lebenden“/„lebendigen“ Formen in einem kontrastreichen Entsprechungsverhältnis zu den harten Materialien und Linienführungen der Grablegen stehen. 2. Eine zweite Arbeit an der Außenfassade der Kirche (Andreasstraße) wirkt in den öffentlichen Raum und hebt so das gesamte Kirchengebäude aus dem wohlbekannten Architekturensemble heraus. Zugleich greift die Arbeit in Verwendung des Herz-Symbols den unmittelbaren Kontext auf; zu denken ist z.B. an die Herz-Jesu-Mystik Josef Beuys (der gegenüber der Andreaskirche das Büro für direkte Demokratie betrieb), an die Herz-Jesu-Spiritualität der Jesuiten oder an das bei Herzog Wolfgang Wilhelms Leichnam entfernte Herz. 3. Eine nur während eines Konzerts am Freitag, den 25. Mai ansichtige Installation im Innern des Hauptschiffes der Kirche (Eingangsbereich) korres-pondiert mit der Außenprojektion: Mit Hilfe des Lichtes vermitteln die Künstler den Betrachtern des Kunstwerkes die Öffnung, letztlich gar die Auflösung der starren Architektur. Innen und Außen, sakraler und öffentlicher Raum gehen ineinander über.

Die Lichtprojektion ist zu sehen:  Freitag, 25.5.2001, ca. 21.30 – 24.00 Uhr
 Samstag, 26.5.2001, ca. 21.30 – 24.00 Uhr
 Sonntag, 27.5.2001, ca. 21.30 – 24.00 Uhr

Die Vernissage findet statt am Freitag, 25.5.2001, ca. 21.30 Uhr. Begrüßung: Pater Supprior Max. I. Cappabianca OP, Düsseldorf. Grußworte: Vertreter der Stadtkirche, der Stadt Düsseldorf und des Landes NRW. Es spricht: Pater Dr. Ulrich Engel OP, Berlin/Düsseldorf. 
Es erscheint eine Dokumentation mit Fotos der Projektionen und Beiträgen von Weihbischof Dr. Friedhelm Hofmann, Köln, und Pater Dr. Ulrich Engel OP.
Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Kunst und Kultur NRW und das Kulturamt der Stadt Düsseldorf. Veranstalter ist das Dominikanerkloster Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Sankt Andreas.

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