Geschichte des Düsseldorfer Dominikanerkonventes und
das Kloster an der Herzogstraße (1860 - 1972)

Im Verlauf der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts wurden alle Dominikanerkonvente in Deutschland durch den Staat aufgehoben. Von einem deutschen Konvent in Venlo/NL wurden in den 1850er Jahren Versuche gestartet, den Orden wieder in Deutschland heimisch zu machen. Die erste dauerhafte Wiederansiedlung im damaligen deutschen Reich war der Düsseldorfer Konvent.

1860: Gründung des Dominikanerkonventes St. Joseph an der Friedrichstraße (später Herzogstraße)

1864: Das Kloster wird Ausbildungshaus (Noviziat und Studentat)

1875: Aufhebung des Klosters durch die Preußische Regierung und Ausweisung der Dominikaner

1887: Wiedererrichtung der Düsseldorfer Niederlassung, die gleichzeitig zum Konvent erhoben wird

1888: Der Konvent wird erneut Noviziatshaus (bis 1929)

1890: Fertigstellung des Klostergebäudes und Einweihung der Kirche

1897: Düsseldorf wird Sitz der Dominikanerhochschule, genannt "studium generale" (bis 1926/32)

1941: Errichtung des Pfarrrektorates Sankt Thomas (bis zum Ende des zweiten Weltkrieges)

1950: Internat für Schüler des sog. zweiten Bildungsweges "Schola Sancti Dominici" (bis 1971)

1972: 2. Weihnachtstag: letzter Gottesdienst in der Klosterkirche an der Herzogstraße

1972: Zum Jahresende werden Kloster und Kirche abgerissen

1973: Umzug der Dominikaner in die Düsseldorfer Altstadt und Übernahme der Andreaskirche (Pfarrei)

1991: Beginn des City-Pastoral-Projekts "Sankt Andreas - Offene Kirche der Dominikaner"

1996: Der Düsseldorfer Konvent wird für die nächsten 10 Jahre erneut Ausbildungshaus für Ordensstudenten

2006: die Pfarreien St. Andreas und St.Lambertus fusionieren. Die Andreaskirche wird Klosterkirche der Dominikaner


P. Thomas Eggensperger
bei der Predigt

 

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