Die Armenküche
in der Düsseldorfer Altstadt

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Seit 1992 unter Mitwirkung von fr. Emmanuel Renz OP und fr. Wolfgang Sieffert OP die Altstadt-Armenküche entstand, unterstützt das Dominikanerkloster dieses Werk. Vereinsvorsitzende sind seit der Gründung Klaus Buschmann, Mitglied des Kirchenvorstands von St. Andreas, und P. Wolfgang.
Wie die Altstadt-Armenküche entstand
Menschen in Bedrängnis beizustehen oder einem Hungrigen an der Pforte das klassische Butterbrot zu schmieren: Klöster hatten von jeher die Aufgabe, für Arme zu sorgen. Während aber heute die Zahl der akut Not leidenden Menschen bei uns steigt, sinkt die Zahl der Ordensleute, die für unkomplizierte Hilfe zur Verfügung stehen. Ein Problem, dem sich Ursulinen, Töchter vom Hl. Kreuz, Vinzentinerinnen und Dominikaner in Düsseldorfs Altstadt stellen wollten. Heraus kam 1992 ein Experiment: die Altstadt-Armenküche. Zunächst in Räumen der Ursulinen, später direkt hinter Düsseldorfs ehrwürdigem Rathaus am Burgplatz entstand für Obdachlose und Arme ein kleiner Raum der Menschlichkeit und "nahrhafter Zuwendung". 
Ohne Nicht-Ordensleute aber hätte das Experiment gar nicht starten können. Von Anfang an stellte sich eine Gruppe von etwa zehn Personen für Kochen, Austeilen und Gespräche zur Verfügung. Mittendrin die Vinzentinerin Sr. Bonosa, als menschlicher und fachlicher Mittelpunkt. Sie und die Ursulin Sr. Ignatia waren die vielen Wohnungslosen bereits bekannten, geliebt-geachteten Bezugspersonen. Gerechnet wurde mit 20 bis 35 Personen, die sonst täglich an den Klosterpforten in der Altstadt klingelten und von nun an bei den Ursulinen in der Ritterstraße ein wohlschmeckendes Essen im Warmen, in einer guten Atmosphäre, erhalten sollten. 
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Erste Entwicklung (1992-93)
Anfang September 1992 ging es los. Kein Mensch hatte damit gerechnet, daß die Zahl der Gäste binnen weniger Monate auf bis zu 60 Personen steigen würde. Niemand ahnte aber auch, wie wohl sich die Menschen in der Armenküche fühlten und wie gut ihnen das kräftige Essen schmeckte. So wurde es schnell ein richtiger kleiner Betrieb, in dem insgesamt fast zwanzig ehrenamtlich Mitarbeitende für die täglichen Mahlzeiten mit einem Hauch Familienatmosphäre sorgten. Diese Frauen und Männer, die zusammen mit den Ordensschwestern das Herz der Armenküche bildeten, wurden über Mundpropaganda vor allem in den Altstadtpfarreien gefunden. 
Daneben entstand das Problem der Finanzierung. Obwohl es anfangs weder Lohn- noch Mietkosten gab, mußten doch beträchtliche Mengen Lebensmittel gekauft werden. Mitwirkende und Ordensleute gründeten daher Ende 1992 den als gemeinnützig und mildtätig anerkannten eingetragenen Verein "Altstadt-Armenküche e.V.", an dem sich auch Personen aus den drei Pfarreien in der Altstadt beteiligten. Vorsitzende wurden der Konditormeister Klaus Buschmann und der Dominikaner Wolfgang Sieffert. Der Verein sorgt bis heute dafür, daß  die Armenküche unabhängig ist von jeglichen öffentlichen und kirchlichen Zuschüssen. Die Finanzierung der Armenküche erfolgte von Anfang an ausschließlich durch private Spenden. Viele Privatpersonen, vor allem aus den GottesdienstbesucherInnen der Altstadt und anderer Gemeinden, übernehmen durch ihre kleinen und größeren Spenden Mitverantwortung. 
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Herausforderungen (1993)
Am Anfang ging alles unerwartet gut. Dann entstand Schlag auf Schlag eine existenzbedrohende Situation. 
Zunächst wurde deutlich, wie schwer es ist, Räumlichkeiten zu finden, in denen die Armenküche dauerhaft beheimatet sein kann. Bei den Ursulinen, das war von Anfang an klar, war nur eine provisorische Bleibe möglich. Als die dort genutzten Räume wieder anderer Bestimmung übergeben werden mußten, schien es lange bange Wochen unmöglich, in der Innenstadt einen neuen Ort zu finden. Mit Glück und gemeinsamen Anstrengungen gelang es dann überraschend doch: die Stadt stellte drei kleine Büroräume zur Verfügung; winzig zwar, doch optimal gelegen. Nach einigem Verhandeln wurde ein für die Armenküche mietkostenfreier Vertrag geschlossen. Doch mußten wir das Geld für Umbauten und die Einrichtung einer leistungsfähigen kleinen Küche selber aufbringen. Diese Kosten wurden zunächst auf ca. 250.000,- DM geschätzt, Planungs- und Umbauzeit auf ca. 6 Monate. Durch tatkräftige Mithilfe von PfadfinderInnen, diverse Eigenleistungen von Ehrenamtlichen und Entgegenkommen von Firmen konnte letztlich binnen zehn Wochen alles für etwa 118.000,- DM erledigt werden. Der Umzug konnte pünktlich zum 1. August 1993 stattfinden, dem Termin, ab dem im Ursulinenkloster die bisherigen Räume für die St.-Ursula-Schule gebraucht wurden. Zwar mußte in den ersten Tagen in den noch nicht ganz fertiggestellten Räumen kräftig improvisiert werden. Doch obwohl es viele für unmöglich hielten, all die großen Schwierigkeiten zu bewältigen: es hatte geklappt! Das dafür benötigte Geld war allerdings zunächst noch nicht vorhanden. Dank mancher großzügigen Spende und einer einmaligen großen Summe der Düsseldorfer Rotarier wurde diese Zitterpartie letztlich überstanden, und Ende 1993 war der Umbau der „neuen“ Armen-küche bezahlt. 
Während noch unklar war, ob wir neue Räume finden würden, hatte die Armenküche einen Verlust erlitten, der uns noch viel schlimmer traf und die Weiterexistenz der Armenküche ernstlich in Frage stellte. Die Mitgründerin und Leiterin Sr. Bonosa Schumacher wurde schwer krank. Nach langen Monaten schwerer Krankheit, in denen sie kaum noch in der Armenküche sein konnte, ist sie 1994 gestorben. Trotz der Auslegung der Altstadt-Armenküche als Ehrenamtlichenprojekt war uns inzwischen aber längst klar geworden, daß es ausschließlich mit Ehrenamtlichen nicht geht. Die Küche benötigte eine Person, die mehr oder weniger täglich anwesend ist, die Hauptverantwortung trägt, Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen ist und für Beständigkeit und die Einhaltung der Regeln sorgt. Dennoch ging der Küchenbetrieb zunächst auch ohne eine solche Person weiter: unter z.T. ganz erheblichen Belastungen für einige Mitwirkende, von denen gesagt werden kann, daß sie die Armenküche in dieser Zeit gerettet haben. Auf Dauer wäre es so nicht weitergegangen. Das zu lösende Problem war ein doppeltes: erstens eine geeignete Person für die Leitung zu finden - und zweitens, sie zu bezahlen. Sr. Bonosa war von ihrer Ordensgemeinschaft freigestellt worden. Eine andere Person aus einem Orden war nicht zu finden. Eine geeignete Nachfolgerin für Sr. Bonosa mußte ja auch sowohl in den Bereich Kochen und Organisation wie im Kontakt mit Ehrenamtlichen und  Gästen zurecht kommen. Schließlich fanden wir Frau Johanna Lochner und sie uns. Frau Lochner begann im Juli 1993 ihre Arbeit als Leiterin der Armenküche mit hohem Einsatz. Es ist fast ein Wunder zu nennen, daß sie trotz der hohen Anforderungen in ihre Aufgabe hineinwuchs und heute die Armenküche prima zusammen- und am Laufen hält. Die neue Verpflichtung, jetzt eine 30-Stunden-Stelle bezahlen zu müssen, war den Verantwortlichen des Vereins zu Beginn eine große Sorge. Es scheint uns beinahe wie ein zweites kleines Wunder, daß dank vieler Spenderinnen und Spender Frau Lochner für ihre Arbeit bisher auch immer pünktlich ein Gehalt gezahlt werden konnte ... 
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Mitten in der Altstadt (seit 1994)
Umzug ins Rathaus
So wurden die beiden bisher größten Bedrohungen, die unglücklicherweise auch noch zeitgleich kamen, überwunden. Obwohl zwischenzeitlich ernsthaft überlegt wurde, das so hoffnungsvoll begonnene Experiment aufzugeben - mit einem weiter gewachsenen Kreis von Mitwirkenden, der neuen Leiterin und den zwar kleinen, aber hellen und zweckmäßig eingerichteten neuen Räumen konnte die Armenküche voll Hoffnung in eine neue Phase hineingehen. 
Nicht mehr am Rand der Altstadt, sondern mittendrin liegt nun die Armenküche. Vielleicht wegen der bestmöglichen Lage, sicher aber auch wegen der steigenden Zahl bedürftiger Menschen, mußten immer mehr Mahlzeiten zubereitet werden. In den ersten Jahren war die Altstadt-Armenküche an den Sonntagen geschlossen. Inzwischen werden an jedem Wochentag zwischen 80 und 145 Essen ausgegeben. Durchschnittlich sind es ca. 120 Personen am Tag, die zu uns kommen. In unseren kleinen Räumen ist diese große Zahl gerade noch zu bewältigen. Unsere Gäste verteilen sich auf mehrere Stunden Essensausgabe, denn der Speiseraum faßt nur 16 Personen. Jede "Schicht" kann in Ruhe und soviel essen, wie die einzelnen wünschen. Es gibt Eintöpfe oder einfache Gerichte wie Spaghetti Bolognese, Heringsstipp oder Reis mit Putenleberragout, manchmal dazu einen Salat und hinterher einen Nachtisch. Im Rahmen unserer Möglichkeiten achten wir auf gesunde Ernährung und versuchen auch frisches Obst anzubieten. Außerdem können unsere Gäste beliebig viel Brot essen und auch mitnehmen. Hat eine Gruppe ihre Mahlzeit beendet, werden die Tische gesäubert und neu eingedeckt, bevor die nächste eintritt. Zwar entstehen dadurch leider Wartegruppen vor unserer Tür, doch die jeweils überschaubaren Gruppen sind die Grundbedingung für eine angenehme Atmosphäre. Die Zeit, in der wir ein Essen garantieren, ist seit Jahren auf 12h30 bis 14h30 festgelegt. Meist beginnt die erste Gruppe aber schon früher mit dem Essen und nicht selten wird es später als halb drei, bis alle Wartenden gesättigt sind. 
Die Besucherinnen und Besucher der Armenküche sind zum großen Teil klassisch Wohnungslose, daneben aber auch Personen, die anders in Not geraten sind. Einige wenige sind schlicht arm und nicht in der Lage, sich selbst Essen zu kochen. Die weitaus meisten Gäste sind Männer, darunter kaum sehr alte, weil meist früh stirbt, wer auf der Straße leben muß. Aber es gibt daneben genauso Frauen, manchmal sogar mit Kindern, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Auch Jugendliche kommen von der Straße zu uns, manchmal sind es fast noch Kinder. Immer wieder kommt es vor, daß wir Gästen unserer Küche akut notwendige medizinische Hilfe geben oder vermitteln müssen. 
Die teils körperlich schwere Arbeit wird nach wie vor zum allergrößten Teil von Ehrenamtlichen geleistet. Ihrem Einsatz verdankt die Armenküche am meisten. Dabei sind die Talente  unterschiedlich verteilt. Während die einen kräftiger anpacken können, sind andere uneinholbar schnell im Kartoffelschälen. Während einige einen guten Blick für Organisatorisches haben, fällt anderen der spontane Kontakt zu unseren Gästen leichter. Die Armenküche ist stolz darauf, daß die Atmosphäre in ihren Räumen in aller Regel sehr gut, menschlich und ruhig ist. Obwohl aufgrund der räumlichen Beengtheit und der großen Zahl der Kontakt mit unseren Gästen nicht immer so intensiv sein kann, wie wir das wünschten, gibt es doch manches Gespräch und manches aufmunternde Wort. Für viele unserer BesucherInnen ist dieser alltägliche Kontakt eine wichtige Station in ihrem oft recht einsamen Alltag. Das "Danke" oder "Alles Gute!" beim Hinausgehen kommt jedenfalls spürbar von Herzen. Grundlage dafür ist wohl, daß die Ehrenamtlichen sich selber wohl fühlen. Bei allem Einsatz und aller Arbeit gibt es auch unter ihnen viele gute Gespräche, und jeden Tag nehmen sie sich die Zeit für ein gemütliches zweites Frühstück, wenn das vorbereitete Essen in den Kesseln kocht. Daneben treffen sich die Mitwirkenden hin und wieder zu einer Besprechung und vor allem auch zum Feiern, Plaudern, zu einem Gottesdienst und zum alljährlichen Ausflug. Wichtig ist uns, daß auch die Grenzen der Ehrenamtlichen sorgfältig berücksichtigt werden: niemandem tut es gut, wenn Überforderung stattfinden würde. Alle sollen das, was sie tun, gerne tun. 
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Notwendige Ergänzung: Sozialarbeit
Trotz - oder wegen? - des großen Einsatzes aller Beteiligten spürten wir schon lange, daß es eigentlich nötig wäre, eine weitere Person zu haben, die sich mit der nötigen Sachkenntnis um die immer wiederkehrenden Nöte der Gäste kümmert. Für unsere Mitwirkenden ist es oft belastend, bedrückende Geschichten immer wieder anzuhören, aber kaum oder gar nicht weiterhelfen zu können. So sind wir froh, daß seit April 1994 Frau Marion Gather als Sozialarbeiterin mit einer Teilzeitstelle in der Armenküche mitarbeitet. Sie ist da für Gespräche, Hilfe bei Ämterkontakten, Wohnungssuche usw. Frau Gather tut das in fachlicher Kooperation mit anderen Trägern, so daß die Armenküche auf ihrem Gebiet nicht isoliert neben anderen Einrichtungen arbeitet. Es gibt zwar leider für sie keinen eigenen Raum als Büro oder für Gespräche, doch ist Frau Gather trotz aller Enge und Improvisation mit vollem Einsatz dabei. Zu ihren Aufgaben gehört auch Öffentlichkeitsarbeit in Gesprächen, Vorträgen und Predigten. Außerdem ist sie für die Ehrenamtlichen Ansprechpartnerin u.a. für fachliche Fragen. 
Schließlich hat die Armenküche im Oktober 1994 noch eine weitere Teilzeitkraft eingestellt. Herr Christian Piel ist Stellvertreter der Leiterin und vor allem wichtig an deren freien Tagen und in der Urlaubszeit. Er bewältigt auch schwerere Arbeit und garantiert die Sauberkeit unserer Räume. Seine freundliche und zupackende Art ist ein großer Gewinn. 
Diese beiden weiteren Arbeitskräfte einzustellen, hat sich für eine dauerhafte Arbeit als unumgänglich erwiesen. Die jetzige Personalausstattung als ausreichende Basis für das alltägliche Geschehen am Burgplatz 3. 
Ohne die Großzügigkeit vieler, vieler Menschen wäre das aber überhaupt nicht möglich gewesen! 
Doch trotz allen Wachsens: die Armenküche möchte kein „großes Ding“ sein, auch nicht für alle Nöte zuständig werden. Sie bleibt ein Baustein für die Ärmsten in Düsseldorf, will zunächst einmal für ein Mittagessen sorgen und in anderen Dingen, wo immer nötig, dorthin begleiten, wo entsprechende Hilfsangebote existieren. 
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Lobby für Arme
Die Armenküche mischt sich sozialpolitisch ein
Neben der Sorge für das unmittelbare leibliche Wohl, die viele andere Probleme der armen Menschen offen läßt, setzt die Armenküche sich aber auch öffentlich und in bestehenden Kontakten für die Rechte und Interessen Obdachloser und Bedürftiger ein. Wir versuchen im Rahmen unserer Kräfte Einspruch zu erheben, wenn wir inhumane Politik registrieren oder wenn Arme verdrängt werden sollen. Die Armenküche will Lobby sein für die, die nicht oder nur schwer für ihre Angelegenheiten kämpfen können. Uns geht es um das Recht der Armen auf Leben in unserer reichen Gesellschaft. 
In den vergangenen Jahren hat die Armenküche immer dort ihre Stimme erhoben, wo es für die Ärmsten wichtig war: gegen Übergriffe, für eine sinnvolle Weiterentwicklung des Hilfesystems, für die Rechte der Ärmsten, gegen ihre Vertreibung aus der Innenstadt und dem öffentlichen Raum. 
Verein und Hauptamtliche in der Armenküche sorgen sich aber nicht ausschließlich um die täglichen Essen am Burgplatz. Wir kümmern uns auch um die Belange der Obdachlosen im Kontakt mit städtischen Stellen und Medien. Wir setzen uns gegen eine Verdrängung der Armen aus unserer Innenstadt und für ein gutes Miteinander der Menschen ein, halten deswegen Kontakt zu Verwaltung, Politik und Verbänden und mischen uns ein. 
Seit 1995 unterstützt die Armenküche mit ihrer Rücklage ein Wohnprojekt zur Wiedereingliederung von Langzeit-Wohnungslosen, das von den Armen Franziskanerbrüdern getragen wird. 
Ebenfalls 1995 standen wir bei der Gründung des Obdachlosenmagazins „fifty-fifty“ hilfreich zur Seite; seitdem wird ein großer Teil der Auflage in der Armenküche an die VerkäuferInnen weitergegeben. 
Seit 1995 nehmen Frau Lochner und Frau Gather teil an Vernetzungstreffen ähnlicher Projekte in anderen Städten, z.B. mit Suppenküchen aus Dortmund und Köln. 
1995/96 haben Frau Gather und P. Wolfgang entscheidend beigetragen zur Gründung der Medizinischen Hilfe für Wohnungslose Düsseldorf e.V., die ein niedrigschwelliges Angebot in die oft erschreckend schlechte gesundheitliche Situation Obdachloser aufbaut und so das bestehende Gesundheitssystem um einen notwendigen Baustein ergänzt. Die beiden machten auf die Situation aufmerksam, suchten KooperationspartnerInnen und gründeten einen eigenen Verein für die mobile medizinische Hilfe. Frau Gather kümmert sich mit um den HelferInnenkreis und das sozialarbeiterische Element. Nachdem zunächst ein Jahr lang nur mittwochsabend in einem Bus des Gesundheitsamtes medizinische Betreuung möglich war, konnte Anfang 1997 dank unserer Mithilfe dieses qualifizierte Projekt mit einem eigenen Bus (den die Armenküche aus ihren Rücklagen vorfinanziert hat) und zwei medizinischen ABM-Stellen auf das notwendige Maß ausgedehnt werden. 
1996 hat sich unter Mitwirkung der Altstadt-Armenküche aus den Kontakten zu verschiedenen Gruppen der „Initiativkreis Armut in Düsseldorf“ gegründet, der sich lokalpolitisch einsetzt für eine humane Politik und die Bekämpfung von Armut(sursachen) und Wohnungslosigkeit. 
1997 war die Altstadt-Armenküche beteiligt an der Düsseldorfer Armutskonferenz, war Mitorganistator von Fachgesprächen des Initiativkreises Armut im ZAKK und hat Punks bei der Gründung eines Vereins unterstützt, der ein eigenständiges Wohnprojekt geschaffen hat. 
Zu ihrem fünfjährigen Bestehen hat die Armenküche durch eine Ausstellung und Vorträge auf die Situation armer Menschen aufmerksam gemacht. 
Seit 1997 veranstalten wir "Kultur für Wohnungslose" und ein jährliches „Open air - Essen für Arm und Reich“, setzen so Zeichen dafür, daß Arme als Gleichberechtigte in unsere Stadt gehören.
1999/2000 beteiligte sich die Armenküche an den Aktionen der Ökumenischen Erklärung "Gemeinsam für Respekt vor Wohnungslosen und Süchtigen", die sich vor allem gegen grundlose Verteibung Armer aus der Innenstadt richteten.
Im Mai 2000 wurde eine Forderung des Initiativkreis Armut umgesetzt: in der Altstadt begann ein Projekt, in dem sich Straßensozialarbeit mit Ansprechbarkeit für im Stadtteil Wohnende u.a.m. verbindet: aXept! - Altstadt-Streetwork und Zusammenarbeit. Der Altstadt-Armenküche e.V. trägt dieses vollständig von der Stadt finanzierte Projekt.
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Im Hintergrund: der Verein
Träger der Armenküche ist der zahlenmäßig kleine Verein, der mit möglichst wenig Aufwand die nötige solide Basis bildet. Kassenprüfer, Gericht und Finanzamt kontrollieren  Finanzen und Organisation. Seit 1993 haben wir die dauerhafte Anerkennung als gemeinnützig und mildtätig, so daß wir Spendenquittungen ausstellen können. 
Viele, viele kleine und größere Spenden von Privatpersonen bilden die wichtigste Grundlage unserer Finanzierung. Neben den regelmäßigen Beiträgen der beteiligten Ordensgemeinschaften gibt es eine Reihe von Gemeinden und kirchlichen Verbänden, die mit z.T. nicht unerheblichen Einzelspenden helfen. Hin und wieder kommen großzügige Einzelaktionen dazu, z.B. bei Geburtstagen, Kollekten bei besonderen Gottesdiensten oder  auch schon bei einer Karnevalssitzung. 
Außerdem erhalten wir viele Lebensmittelspenden: eine Bäckerei schenkt soviel Brot, wie wir brauchen, eine Frau bringt uns wöchentlich Spenden der Großmarkthändler, einen Teil der Kartoffeln schenkt uns ein Bauer ... 
Eine weitere Finanzquelle sind unsere Gäste selbst, die wir um eine Spende von 50 Cent bitten. Natürlich wird niemand weggeschickt, der diese Spende nicht dabeihat, aber immerhin kommen bei über 40.000 Essen im Jahr doch etwa 12.500,- € zusammen. 
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Finanzielle Unterstützung
Nach wie vor lebt die Armenküche auschließlich von Geldspenden. Mehrere tausend kleine und größere freie Spenden pro Jahr sind die Basis der Armenküche. Wir haben keine andere Einnahmequelle! Einzahlungsscheine liegen z.B. in der Andreaskirche und an der Klosterpforte aus. Diese Vordrucke zu benutzen, erspart uns viel Arbeit; denn ihre Belegdurchschrift wird bis 50,- € vom Finanzamt als Spendenquittung akzeptiert.
Bankverbindung: Altstadt-Armenküche e.V.; Konto Nr. 140 109 53
bei Stadtsparkasse Düsseldorf, BLZ 300 501 10.
Für Spenden über 50,- € übersenden wir automatisch eine Spendenbescheinigung, wenn Name und Adresse angegeben wurden. Jährlich erhalten wir etwa 4.000 einzelne Spenden, daher werden Spendenbescheinigungen aus organisatorischen Gründen nur ca. alle sechs Wochen erstellt und zugeschickt. Die Buchführung macht dankenswerterweise das Steuerbüro Hendricks, das auch für Rückfragen zur Verfügung steht (Tel. 0211/55 48 20). 
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Mitarbeit in der Armenküche
Noch mehr als Geld benötigt die Armenküche praktische Mitarbeit bei Küchenarbeit und Essensausgabe. Die Küchenarbeit beginnt ca. 9.30 und endet gegen 16.00 Uhr. 
Manche Ehrenamtliche sind jeweils einen halben Tag anwesend und lösen sich mittags ab. Auch wenn jemand z.B. nur alle zwei Wochen helfen kann, ist sie oder er herzlich gern gesehen. Bitte wenden Sie sich dazu an Frau Lochner, Herrn Piel oder Frau Gather! 
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Spenden
Altstadt-Armenküche e.V.
Konto Nr. 140 109 53
bei Stadtsparkasse Düsseldorf
BLZ 300 501 10

Adressen & Kontakt
Armenküche am Burgplatz
Leitung: Johanna Lochner, Christian Piel, Swantje Poschmann 
Burgplatz 3, 40213 Düsseldorf, Tel. 0211/3237780 
Email: armenkueche.duesseldorf@gmx.de 
Sozialarbeit
Marion Gather 
Tel. 0211/3237662 + Fax  0211/8800198

Vereinsadresse
Altstadt-Armenküche e.V. 
c/o P. Wolfgang Sieffert OP 
Andreasstr. 27, 40213 Düsseldorf 
Tel. 0211/13634-17; Fax -30 
Email: PaterWolfgang@gmx.de

Initiativkreis Armut in Düsseldorf
c/o Holger Kirchhöfer 
Burgplatz 3, 40213 Düsseldorf 
Tel. 0211/8549324; Fax 0211/8800198 
Email: ikarmut@gmx.de

(Autor: Wolfgang Sieffert OP)

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