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zu: Erklärung zur Inquisition
Resultate
des Provinzkapitels
der Teutonia
für den Düsseldorfer
Konvent
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Das Provinzkapitel unserer Ordensprovinz
Teutonia und das dort gewählte Diffinitorium haben mit Bulletin vom
23. 6. 2000 folgende unseren Konvent betreffende Beschlüsse gefasst:
• Fr. Thomas Eggensperger
und Fr. Ulrich Engel werden freigestellt für ESPACES,
einem auf Europa-Fragen ausgerichteten internationalen Institut unseres
Ordens in Brüssel. P. Thomas soll zum „directeur général"
von Espaces ernannt werden; P. Ulrich soll Leiter eines in Berlin neu zu
gründenden Forschungsinstitutes für Philosophie und Theologie,
das von ESPACES getragen werden soll und an dem auch P. Thomas mitarbeiten
wird. Beide Brüder werden aber auf absehbare Zeit Mitglieder unseres
Düsseldorfer Konventes bleiben.
• Neuer Studienregens unserer
Ordensprovinz ist - nach Ernennung durch den Ordensmeister - Fr. Ulrich
Engel.
• Fr. Wolfgang Sieffert wurde
als Beauftragter der Provinz für Öffentlichkeitsarbeit (und Internet)
eingesetzt.
• Fr. Thomas Eggensperger
gehört dem Wirtschaftsrat der Provinz an.
• Fr. Maximiliano I. Cappabianca
gehört der Liturgiekommission der Provinz an.
• Der Düsseldorfer Konvent
bleibt eines der - nunmehr nur noch drei - Ausbildungshäuser
für die Studenten unserer Provinz.
• Schließlich hat das Diffinitorium
zu unserer großen Freude signalisiert, dass P. Maximiliano nach Abschluss
seines Pastoralkurses im Oktober in Düsseldorf bleiben soll,
um in der City-Pastoral der Offenen Kirche mitzuarbeiten.
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Erklärung des Provinzkapitels
zu
„Inquisition
und deutsche Dominikaner"
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• Deutsche Dominikaner
waren nicht nur in die Inquisition verstrickt, sondern haben sich aktiv
und umfangreich an ihr beteiligt. Historisch gesichert ist die Mitwirkung
an bischöflichen Inquisitionen und an der römischen Inquisition.
Unabhängig von den vielleicht manchmal nachvollziehbaren historischen
Gründen für die Mitwirkung erkennen wir heute die verheerenden
Folgen dieses Tuns unserer Brüder. Wir empfinden dies als ein dunkles
und bedrückendes Kapitel unserer Geschichte.
• Dies gilt in gleicher Weise für
die nachgewiesene Beteiligung des deutschen Dominikaners Heinrich Institores
an der Hexenverfolgung. Durch das Verfassen des „Hexenhammers“ unterstützte
und förderte er die menschenverachtende Praxis der Hexenverfolgung.
• Folter, Verstümmelung und
Tötung haben unendliches Leid über zahllose Menschen gebracht;
deutsche Dominikaner haben dazu, neben anderen, die Voraussetzung geschaffen.
Die Geschichte dieser Opfer – namenlos und vergessen – können wir
nicht ungeschehen machen. Wiedergutmachung ist unmöglich. Uns bleibt
die Verpflichtung zur Erinnerung.
• Wir wissen, dass der Geist von
Inquisition und Hexenverfolgung – Diskriminierung, Ausgrenzung und Vernichtung
Andersdenkender – auch heute latent oder offen in Kirche und Gesellschaft,
unter Christen und Nicht-Christen lebendig ist. Dem entgegenzutreten und
sich für eine umfassende Respektierung der Rechte aller Menschen einzusetzen,
ist unsere Verpflichtung, die wir Dominikaner den Opfern von Inquisition
und Hexenverfolgung schulden.
• Das Provinzkapitel fordert alle
Brüder unserer Provinz auf, unsere dominikanische Beteiligung an Inquisition
und Hexenverfolgung zum Thema in Predigt und Verkündigung zu machen.
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