| Totenbild P. Dr. Willehad P. Eckert OP |

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Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt. (Joh 13,34) Sünde ist ... zu wenig Liebe Nicht, daß ich Kritik an anderen Menschen übe, ist Sünde, sondern wenn ich es vorschnell oder lieblos tue, wenn ich andere herabsetze oder verletze. Nicht, daß Neid Schadenfreude oder Zorn in mir hochkommen, ist Sünde, sondern wenn ich mich diesen Gefühlen nicht widersetze, wenn ich sie nicht zu überwinden versuche, wenn ich mich in meinem Handeln davon leiten lasse. Nicht, daß ich über andere rede, ist Sünde, sondern wenn ich gedankenlos oder gehässig Schlechtes von anderen erzähle und so ihrem ruf schade. Nicht, daß ich in manchen Situationen schweige, ist Sünde, sondern wenn ich dort schweige, wo andere erniedrigt, verleumdet oder ein Opfer von Lügen werden. Nicht, daß ich in Konflikte und Auseinandersetzungen gerate, ist Sünde, sondern wenn ich ständig Streit vom Zaun breche, wenn ich nicht auf andere höre und nicht auf sie eingehe, wenn ich unversöhnlich bin. Nicht, daß mir das Beten nicht immer gelingt, ist Sünde, sondern wenn ich es gar nicht mehr versuche, wenn mir für Gebet und Gottesdienst die Zeit zu schade ist. Nicht, daß ich gut verdienen will, ist Sünde, sondern wenn ich es auf Kosten anderer tue, wenn andere dabei zu Schaden kommen, wenn ich zu unehrlichen Mitteln greife. Nicht, daß ich in Wohlstand lebe, ist Sünde, sondern wenn er zu meinem Ein und Alles wird, wenn ich nicht mehr teilen kann, wenn ich kein Herz mehr habe für andere. Nicht, daß ich auf meinen Rechten bestehe, ist Sünde, sondern wenn ich dabei die Rechte anderer mißachte, wenn ich rücksichtslos und hartherzig bin. Nicht, daß ich die schönen Dinge des Lebens genieße, ist Sünde, sondern wenn ich unersättlich, unmäßig und undankbar bin. Nicht, daß ich sexuelle Wünsche und Regungen verspüre, ist Sünde, sondern wenn ich mich von meinen Trieben beherrschen lasse, wenn ich andere Menschen als Objekt meiner Begierde mißbrauche. Nicht, daß mir Menschen unsympathisch sind, ist Sünde, sondern wenn ich deswegen ungerecht über sie urteile, wenn ich sie diskriminiere oder verachte. Nicht, daß mich manchmal Glaubenszweifel überkommen, ist Sünde, sondern wenn ich mich nicht ernsthaft über den Glauben informiere, wenn mir Gott gleichgültig ist. Nicht, daß ich mich darum bemühe, meine Zukunft zu sichern, ist Sünde, sondern wenn ich ohne Gott auszukommen meine, wenn ich nicht mehr glaube, daß mein Leben in der Hand Gottes liegt. Sünde ist ... zu wenig Liebe Herr Jesus Christus, |